31.07.2012 - Pressemitteilung
Auf Antrag der Hessenwasser GmbH & Co. KG in Groß-Gerau/Dornheim und nach intensiver Prüfung hat das Regierungspräsidium Darmstadt für das Wasserwerk des Unternehmens in Pfungstadt-Eschollbrücken ein neues Wasserrecht erteilt. Danach kann Hessenwasser aus den Brunnen in Eschollbrücken künftig pro Jahr bis zu 20 Mio. Kubikmeter Grundwasser fördern.
Wie das Regierungspräsidium weiter mitteilt, versorgt das Wasserwerk Eschollbrücken nicht nur die Wissenschaftsstadt Darmstadt mit Trinkwasser. Aufbereitetes Wasser wird auch in den Leitungsverbund eingespeist und nach Frankfurt und Wiesbaden geliefert. Das mit einer Laufzeit von 30 Jahren erteilte Wasserrecht, stellt eine wichtige Säule für die langfristige Versorgungssicherheit der Rhein-Main-Region dar. Darüber hinaus bietet es eine solide Grundlage für künftige Investitionen in die Trinkwasserversorgung der Region", sagte Regierungspräsident Johannes Baron.
In Eschollbrücken wird aus 20 teils bis in eine Tiefe von 100 m unter das Gelände reichenden Entnahmebrunnen Grundwasser gewonnen und aufbereitet. Bereits vor einigen Jahren wurde das über 130 Jahre alte Wasserwerk modernisiert und entspricht damit dem neuesten technologischen Stand.
Nach Angaben des Regierungspräsidiums erfolgt die Grundwasserentnahme im grundwassersensiblen Hessischen Ried mit seinen vielschichtigen, oftmals konkurrierenden Nut¬zungsinteressen im Rahmen klar definierter Bewirtschaftungsgrenzen und wird mit einem umfangreichen Monitoringsystem überwacht. Besonders in wertvollen Waldbereichen und Naturschutz- bzw. FFH-Gebieten müssen vorgegebene Grundwasserstände eingehalten werden.
Im Zusammenwirken mit der Grundwasseranreicherung im Zustrombereich der Entnahmebrunnen erfolgt die Bewirtschaftung des Grundwasserspeichers ökologisch verträglich. Insbesondere in klimatischen Trockenperioden ist die nachhaltige Trinkwassergewinnung in dem infiltrationsgestützten Wasserwerk unverzichtbar zur Versor-gungssicherheit der Bevölkerung im Ballungsraum Rhein-Main.
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