18.07.2012 - Pressemitteilung
Für sein langjähriges ehrenamtliches soziales Engagement ist Holger Heupel aus Frankfurt heute mit dem ihm vom Bundespräsidenten verliehenen Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden.
Der Orden wurde ihm im Regierungspräsidium Darmstadt von Regierungspräsident Johannes Baron überreicht.
In der Feierstunde würdigte der Regierungspräsident die weit über das normale Maß hinaus gehende Arbeit von Holger Heubel, der sich mit ganzer Kraft für die Belange von Menschen mit psychischen Behinderungen eingesetzt hat. Dies geschah sowohl als langjähriger Abgeordneter und Vorsitzender der Fraktion Bündnis90/Grünen in der Verbandsversammlung des Landeswohlfahrtverbandes Hessen als auch als Mitbegründer, Vorsitzender (1983 bis 2008) und bis heute als Vorstandsmitglied des Landesverbandes Hessen der Deutschen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie e.V. Dabei hat er sich maßgeblich für eine Kommunalisierung der psychiatrischen Versorgung, den Aufbau von Abteilungspsychiatrien und die Normalisierung der Lebensräume psychisch erkrankter Menschen eingesetzt.
Ganz besonders hervorgehoben wurde von Regierungspräsident Baron das unermüdliche Engagement von Holger Heupel für die Einrichtung der Erinnerungsstätte in der ehemaligen Landesheilanstalt Hadamar, wo zwischen 1941 und 1945 mehr als 15.000 Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen ermordet worden sind.
Durch Ihre Arbeit haben Sie nicht nur dazu beigetragen, dass die Opfer und Gräueltaten bis heute nicht in Vergessenheit geraten sind. Sie haben auch einen sehr wichtigen Beitrag zur historischen Aufklärung und politischen Bildung geleistet. Der Staat dankt Ihnen deshalb mit dieser hohen Auszeichnung für Ihr jahrzehntelanges ehrenamtliches soziales Engagement und Ihren großen Einsatz für das Allgemeinwohl, sagte Regierungspräsident Johannes Baron.
Herr Heupel absolvierte eine Ausbildung zum Diakon und studierte daraufhin Sozial-arbeit an der Fachhochschule Frankfurt am Main. Daraufhin war er zunächst als Sozialarbeiter in der Sozialpsychiatrie Bamberger Hof in Frankfurt tätig und ist seit 1981 im gleichen Beruf in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Klinikum Offenbach am Main beschäftigt. Neben seinem Beruf studierte Herr Heupel Psychologie und Soziologie in Frankfurt.
Foto: v.l.nr. Regierungspräsident Johannes Baron, Holger Heupel, Irene Heupel
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